Energiepreisschock mit blindem Fleck
Eine neue CESifo-Studie untersucht, wie Haushalte auf Energiepreisschocks reagieren. Beim Energieträger Holz weist das Forschungsdesign jedoch eine…
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Seit Jahren wird in Stutensee über Feinstaub und Rauch aus privaten Holzfeuerungen gestritten. Nun hat das Verwaltungsgericht…
Saharastaub gehört längst zum europäischen Alltag. Eine jetzt in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte Studie zeigt jedoch: Das…
Initiative präsentiert Studie zur Versorgungssicherheit und diskutiert mit Politik und Kommunen über die Zukunft moderner Holzfeuerungen.

Der Ofen hat Zukunft! Das sehen wir in unseren täglichen Arbeit bei den Menschen vor Ort. Wir bauen Öfen, die das zentrale Herzstück von Wohnungen und Häusern sind. Orte, an denen sich Menschen versammeln. Junge Familien entscheiden sich für Öfen, und das sehr bewusst. Sie entscheiden sich damit auch für einen ökologischen Lebensstil, der in unsere Zeit passt. Wie der Ofen. Er ist inzwischen zu einem modernen Heizgerät geworden, das zugleich innovativ und digital sein kann, und dabei grundsolide bleibt.

In einer Kurzstudie mit dem Titel „Emissionsminderung an Holzfeuerungen durch Kombination von schulischen und technischen Maßnahmen“ ist jetzt der erste Beweis erbracht worden, dass eine umweltgerechte Holznutzung in privaten Öfen schon heute möglich ist. Der Schadstoffausstoß kann zeitnah um bis zu 95 Prozent gesenkt werden durch eine Kombination zweier Maßnahmen: Zum einen durch eine Schulung der Ofenbesitzer und zum anderen durch eine technische Aufrüstung der Öfen durch Staubabscheider und Katalysatoren.

Nach einer Erhebung des TFZ kann der Betreiber die Emissionen an verschiedenen Stellen massiv beeinflussen. Bereits die Auswahl des Brennstoffes hat einen erheblichen Einfluss. Weiß die Nutzerin oder der Nutzer, dass Holz nicht zu feucht oder zu trocken sein darf und wählt er bevorzugt Scheite aus Hartholz, hat er bereits einen wesentlichen Beitrag zu Emissionsreduzierung geleistet. Auch das für die Feuerstätte geeignete Anzünden (meist von oben) und das Nachlegen zum richtigen Zeitpunkt (in der heißen Brennkammer ohne sichtbare Flammen) kann erlernt werden.

Bei der Holzfeuerung sind technische Möglichkeiten zur Reduktion von Feinstäuben in der Entwicklung und zeigen im Testbetrieb auch gute Ergebnisse. Grundsätzlich muss man feststellen, dass umso mehr kritische Stäube entstehen, je unsauberer der Verbrennungsprozess stattfindet.

In den Diskussionen um die Wärmeversorgung in deutschen Haushalten spielt vor allem die Frage der Versorgungssicherheit mit Erdgas eine große Rolle. Und das nicht zu Unrecht, denn Erdgas als Energieträger sicherte 2018 mit 255 TWh 39,6 Prozent des Energieverbrauchs deutscher Haushalte. Gerade beim Thema Wärme, die mit 537,7 TWh den Löwenanteil privaten Energieverbrauchs ausmacht, ist Erdgas der wichtigste Energieträger.

Deutschland kann bei einer nachhaltigen Holz- und Waldwirtschaft durchaus global als Vorbild gesehen werden. Holz ist – sofern es aus einer nachhaltigen Bewirtschaftung stammt – als klimaneutral anzusehen. Grundlage hierfür ist jedoch, dass jeder Einschlag, jede Entnahme, zwingend mit einer Aufforstung verbunden ist. Bereits beim Blick zu europäischen Nachbarn sieht dies aber anders aus. Rumänien leidet stark unter teilweise illegalen Kahlschlägen ganzer Landstriche.

Bei der energetischen Verwertung von Holz entstehen zwangsläufig neben Wärme auch weitere Produkte wie etwa Asche, Schadstoffe und Gase: Lachgas, Ruß und Methan ( hier eine ausführliche Auflistung). Der Ruß, der durch die Verbrennung organischer Stoffe entsteht, hat einige unerwünschte Bestandteile. Dazu gehören vor allem Staub und organische Kohlenwasserstoffe wie Polyzyklisch Aromatische Wasserstoffe (PAKs), Stickoxide und Kohlenstoffmonoxid.

Grundsätzlich besteht das Abgas aus Partikeln und Tröpfchen. Auch wenn es sich bei Holz um ein Naturprodukt handelt, haben einzelne Bestandteile des Rauchs eine giftige Wirkung auf Lebewesen. Sie können im schlimmsten Fall Zellen und Chromosomen schädigen oder Autoimmunreaktionen hervorrufen. Bei der Betrachtung der Folgen von Feinstaubbelastungen ist insbesondere die Größe der fraglichen Staubpartikel relevant.

Auch wenn sie umgangssprachlich oft Filter genannt werden, die korrekte Bezeichnung ist Staubascheider. Es gibt eine Norm, die Staubabscheider in Deutschland erfüllen müssen, die VDI-Norm 3670. Neben den passiven Filtern, die in den meisten Fällen wie Katalysatoren arbeiten, sind vor allem die elektrostatischen Abscheider interessant.

Die Holzfeuerung hat trotz der vielen Vorteile auch Nachteile, über die man offen sprechen muss. Einer dieser Nachteile ist die Feinstaubbelastung beziehungsweise Black Carbon.
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