Das Bundesbauministerium will seine Haltung zu dem Kaminofen-Verbot der KfW für Neubauten überprüfen. Foto: vegefox.com/adobe stock

Bundesbauministerium will Haltung zu Ofenverbot der KfW überprüfen

Die Kritik daran, dass die KfW über ihre aktuelle Förderpraxis den Bau von Kaminöfen und Schornsteinen in Neubauten verbietet, ist in Berlin angekommen. Während die Gespräche mit der Förderbank des Bundes wenig fruchtbar waren, versprach man dem Vertreter der Initiative #ofenzukunft in Berlin, Dr. Johannes Gerstner, die Position dazu noch einmal zu überprüfen und in den aktuelle Diskussion um Veränderungsbedarfe durch die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes einbringen.

Situation für viele Bauherren unhaltbar

Dr. Johannes R. Gerstner, politischer Berater der #ofenzukunft, hat in mehreren Gesprächen mit Verantwortlichen in Ministerien auf die unhaltbare Situation aufmerksam gemacht. Sollten Kamin- und Kachelöfen weiter förderschädlich bleiben, dann habe dies negative Konsequenzen. Plane man den Schornstein nicht von Anfang an in einen Neubau ein, bleiben später immer nur Nachrüstlösungen, die oft aufwändig sind. Das fängt bei Schornsteinhöhen über Dach an und hört bei der Lage des späteren Schornsteins nicht auf.

Illegalisierung nachhaltiger Wärmeerzeugung

Auch sei es nicht zu tolerieren, wenn sich Bauherren über die Fördervoraussetzungen hinwegsetzten und trotz der Regelung einen Kamin- oder Kachelofen einplanen – ohne ihn anzugeben. Diese Illegalisierung einer nachhaltigen und regionalen Wärmequelle ist durchweg abzulehnen. Besser wäre es nach seiner Einschätzung, wenn von Anfang an moderne und für Niedrigenergiehäuser geeignete Feuerstätten inklusive Abgasanlage eingeplant würden. Besonders das Bundesbauministerium möchte diese Position noch einmal prüfen und in die aktuelle Diskussion mit einbringen.

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