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Schlagwort: Studien zum Heizen mit Holz

Studien zum Heizen mit Holz

Welche Rolle spielen Holzöfen im Bevölkerungsschutz?

Der Holzofen erfüllt einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Die Länder Niedersachsen und Bayern haben im Energiemangelwinter 2022/2023 Kamin- und Kachelöfen als wesentliche Entlastung für die Versorgungssituation mit der Mangelware Gas erkannt. Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies bezeichnete Holzöfen als „einfach umzusetzende Möglichkeit, Alternativen zum Gas zu haben“, der bayerische Umweltminister Thomas Glauber sieht im „Einsatz von Energieholz [einen] wichtige[n] Beitrag zur Einsparung fossiler Energieträger“.

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Moderne und innovative Holzöfen

Funktioniert ein Holzofen auch ohne Strom?

Für die Gewinnung von Wärme aus Holz braucht ein Kachel- oder Kaminofen keinerlei Elektrizität – anders als Heizungen für fossile Brennstoffe oder Wärmepumpen. Sollte das Stromnetz ausfallen, dann kann so zumindest eine Grundwärme im Haus hergestellt, beziehungsweise ein Raum weiter geheizt werden. Im Jahr 2018 gab es 143.700 Stromausfälle. Stromnetze sind anfällig für Hackerangriffe.

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Holz als Energieträger der Zukunft

Ist die Versorgung mit Brennholz sichergestellt?

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck erklärte in einem Interview im Deutschlandfunk, „Je stärker wir uns auf eigene Energiequellen stützen und je stärker diese eigenen Energiequellen nicht durch Importe abhängig sind, umso souveräner agieren wir.“ Aufgrund der regionalen Verfügbarkeit des Energieträgers Holz und des äußerst geringen Importanteils ist Scheitholz eines der zuverlässigsten Wärmemedien.

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Holzofen und Wärmepumpe

Wie gut vertragen sich Holzofen und Wärmepumpe?

Im Wärmesektor wird immer wieder das Thema Wärmepumpe ins Feld geführt. Sie soll vor allem im Neubausektor verstärkt zur alleinigen Wärmequelle werden. Aus reinen Effizienzgesichtspunkten nur mit Blick auf die Heizungsanlage selbst mag das korrekt sein. Aber Wärmepumpen benötigen Rahmenfaktoren (Dämmung, Flächenheizung, aktive Lüftung mit Wärmetauscher), um wirklich effizient arbeiten zu können. Dies setzt der Nutzung als One-Size-Fits-All Grenzen. Hinzu kommt: Die Probleme im Bereich globaler Lieferketten machen das Ausweiten der bestehenden Produktion unter den jetzigen Bedingungen unwahrscheinlich. Und selbst wenn es mehr verfügbare und verbaubare Anlagen auf dem Markt gäbe, bliebe der Engpass bei den qualifizierten Installationsbetrieben.

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Moderne und innovative Holzöfen

Wie viel CO2 entsteht beim Heizen mit Holz?

Das Heizen in Privathaushalten erzeugt nicht nur Wärme, sondern auch 150 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr – das ist ein Fünftel aller jährlicher Emissionen. Mit Blick auf die novellierten Ziel des Bundesklimaschutzgesetzes vom 31. August 2021, die für 2030 Emissionen von Treibhausgasen von max. 438 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent vorsehen, müssen die Emissionen für Raumwärme in privaten Haushalten auf maximal 66,7 Millionen Tonnen jährlich sinken.

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Holz als Energieträger der Zukunft

Werden Öfen in den Energiebilanzen erfasst?

Kamin- und Kachelöfen werden in der Regel nicht in diesen Statistiken ausreichend erfasst, da sie als Einzelraumfeuerung nicht berücksichtigt werden – sie zählen nicht in die Berechnung des Primärenergiebedarfs nach dem Gebäudeenergiegesetz GEG, die nur Zentralheizungen berücksichtigt (§ 38 GEG).

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Holz als Energieträger der Zukunft

Sind wir energetisch Abhängig von Biomasse?

Biomasse, und damit auch Scheitholz, ist versorgungssicher. Betrachtet man den Abhängigkeitsgrad der verschiedenen Energiequellen, so liegt die Energieabhängigkeit bei Biomasse in der EU bei lediglich 4,3 Prozent im Jahr 2022. Biomasse ist damit der versorgungssicherste Energieträger, Erdgas liegt mit 83,6 Prozent und Erdöl mit 97,0 Prozent weit darüber.

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Holz als Energieträger der Zukunft

Wie wichtig ist Holz als Energieträger?

Holz ist in privaten Haushalten ein wesentlicher Energieträger, der zudem die Vorteile heimischer Verfügbarkeit und relativer Klimaneutralität besitzt. Forderungen, auf das Heizen mit Holz zur Minderung der Feinstaubemissionen zu verzichten, sind mit Blick auf die Energiesouveränität Deutschlands daher kritisch zu sehen.

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Energiewende & Wärmewende

Wie viele Öfen werden in Deutschland gebaut?

Im Jahr 2021 hat die Holzofenbranche (inklusive Zulieferindustrie) laut einer internen Erhebung des Industrieverbands Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) einen Gesamtumsatz von etwa 1,1 Milliarden Euro erwirtschaftet und konnte die Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Viertel steigern.

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Holz als Energieträger der Zukunft

Wie viele Arbeitsplätze hängen an der Nutzung von Holz?

Weitere Branchen leben mittel- oder unmittelbar von der Kamin- und Kachelofenbranche: Während sich das umfangreiche Ökosystem an Zulieferern wie Herstellern von Dichtungen, Baustoffen, Kacheln, hitzebeständigem Glas, Lacken oder Abgasanlagen mit ihren unterschiedlichen Wertschöpfungen im Bereich kaum quantifizieren lässt, so ist dies bei einem wesentlichen Cluster möglich: Wald und Holz. 93.096 Menschen arbeiteten in 33.596 Unternehmen 2019 in der Forstwirtschaft, beschäftigten sich also mit Aufzucht, Pflege und Ernte des Nachwachsenden Rohstoffes Holz.

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