Welche Emissionsarten gibt es?

Bei der energetischen Verwertung von Holz entstehen zwangsläufig neben Wärme auch weitere Produkte wie etwa Asche, Schadstoffe und Gase: Lachgas, Ruß und Methan ( hier eine ausführliche Auflistung). Der Ruß, der durch die Verbrennung organischer Stoffe entsteht, hat einige unerwünschte Bestandteile. Dazu gehören vor allem Staub und organische Kohlenwasserstoffe wie Polyzyklisch Aromatische Wasserstoffe (PAKs), Stickoxide und Kohlenstoffmonoxid.

Polyzyklische Aromatische Wasserstoffe sind unverbrannte Nebenprodukte, die zum typischen Geruch von Holzfeuer beitragen. Diese Stoffe sorgen im Übermaß nicht nur für Nachbarschaftsbeschwerden, sondern sind auch potenziell gesundheitsschädlich.

Die Forschung unterteilt die Emissionen aus der Verbrennung der Hauptbestandteile des Brennholzes: Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O) in drei Gruppen:

  1. Stoffe aus der vollständigen Verbrennung (Oxidation), nämlich Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasserdampf (H2O)
  2. Stoffe aus der unvollständigen Verbrennung wie Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoffe (VOC, Teere, Ruß und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe PAK)
  3. Stoffe aus im Holz enthaltenen Spurenelementen und Verunreinigungen, das sind gasförmige Stickstoff-, Schwefel und Kaliumverbindungen sowie Dioxine und Furane.

Quellen:
Studie #ofenzukunft: Regenerative Wärme aus Holz als notwendiger Partner der Klimawende 2050

UBA (2021b): Heizen mit Holz. Online über: https://www.umweltbundesamt.de/themen/heizen-holz TFZ (2019): Nutzereinflüsse auf die Emissionen aus Kaminöfen. Berichte aus dem TFZ. Online über: https://www.tfz.bayern.de/mam/cms08/festbrennstoffe/dateien/tfz_bericht_61_nutzereinfluesse.pdf

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