Was bewirken Zugverstärker und Zugbegrenzer?

Der Unterdruck, der den gewünschten Kamineffekt erzeugt, entsteht ja durch einen Temperaturunterschied zwischen dem heißen Abgas und der kälteren Umgebungsluft. Bei bestimmten Temperaturen oder ungünstigen Schornsteinverhältnissen kann es passieren, dass ein Schornstein nicht „richtig zieht“. Das Feuer lässt sich nur schwer und langsam entzünden, es qualmt. In diesem Fall ist es sinnvoll, den Unterdruck zu erhöhen. Dafür gibt es Zugverstärker, die nur durch das Abgas angetrieben werden, oder elektrisch betriebene Rauchsauger. Passive Zugverstärker sind meist kugelförmige Aufsätze, die sich auf dem Schornstein drehen, Rauchsauger sind Ventilatoren, die man per Schalter oder App einstellen kann. Die Emissionsverbesserung passiert durch zwei Effekte: Die emissionsstärkere Anfangsphase der Verbrennung verkürzt sich und die Abgase werden rasch und mit höherer Temperatur abgeführt. Insgesamt verbrennt das Holz sauberer und effizienter.

Ein Zugbegrenzer reduziert den Unterdruck im Schornstein, arbeitet also gegensätzlich zum Rauchsauger. Das kann dennoch in einigen Fällen sehr sinnvoll sein. Bei sehr kalten Außentemperaturen oder einem sehr hohen Unterdruck im Schornstein durch eine bestimmte Kombination aus Länge und Durchmesser zieht der Schornstein zu stark, der Brennstoff verbrennt sehr schnell. Der Kamin- oder Kachelofen würde nicht mehr effizient Wärme bereitstellen, er hätte einen unnötig hohen Verbrauch. Ein Zugbegrenzer sorgt dafür, dass der Schornstein Nebenluft zieht und damit der Zug reduziert wird. Der Verbrauch sinkt, die Verbrennung und der Wärmegewinn sind effizienter. Es ist möglich, Zugbegrenzer und Zugverstärker zu kombinieren, um so stets für den optimalen Zug im Schornstein sorgen zu können.

0 0 Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
Inline-Rückmeldungen
Alle Kommentare anzeigen
Suche

Aktuelles
Die neuesten Beiträge

Newsletter

Anmeldung Newsletter

Kommen Sie mit uns ins Gespräch

Weitere Beiträge

  • Zahlen
  • Wirtschaft
  • Innovationen
  • Positionen
  • Umwelt
Rund 18 Prozent der in Deutschland verbrauchten Wärme stammten 2024 aus regenerativen Energien. Der Anteil der Bioenergie daran liegt bei 81 Prozent, wobei biogene Festbrennstoffe – vor allem Holz – am stärksten zur erneuerbaren Wärmeerzeugung beitrugen. Grafik: FNR

Biomasse bleibt wichtigste erneuerbare Wärmequelle

23. Juli 2025

Bioenergie war mit einem Anteil von über 80 Prozent auch 2024 der Hauptlieferant erneuerbarer Wärme in Deutschland.

Treibhausgase: Deutschlands Bilanz 2024 ist durchwachsen

7. Januar 2025

Aufgrund neuer Rekorde bei Erneuerbaren und einem historischen Tief bei der Kohleverstromung gingen die Treibhausgasemissionen in Deutschland 2024 deutlich zurück.

Klimaschutz in Deutschland: Fortschritte und Herausforderungen

7. Januar 2025

Deutschland befindet sich auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045, doch es gibt bedeutende Defizite, die Fortschritte behindern.

Nach oben scrollen
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x