Im Austausch mit EU-Politikerin Dr. Angelika Winzig: (von links) Bernd Weishaar (CEA), Andreas Schönfeld (EFA/GVOB), Dr. Angelika Winzig, Guido Eichel (GVOB/#ofenzukunft) und Johannes Gerstner (Berater)

Verbände zu Gesprächen in Brüssel

#ofenzukunft, EFA und CEA im Dialog mit EU-Parlamentariern zur Ecodesign-Richtlinie

„Der Besuch in Brüssel war ein voller Erfolg. Es ist entscheidend, mit Vertreterinnen und Vertretern aller politischen Strömungen im Gespräch zu bleiben – denn der Ofen kennt keine politische Farbe. Heizen betrifft alle Menschen in Europa.“ Mit diesen Worten fasst Andreas Schönfeld, Mitglied im Werbeausschuss des Gesamtverbands Ofenbau (GVOB) und Mitglied des erweiterten Vorstands der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft (EFA), die Gespräche mit Europaabgeordneten am 9. April 2025 in Brüssel zusammen.

Die Initiative #ofenzukunft im GVOB war gemeinsam mit der EFA und der Clean Exhaust Association (CEA) nach Brüssel gereist, um mit EU-Parlamentariern über die geplante Überarbeitung der Ecodesign-Richtlinie zu sprechen. Im Mittelpunkt stand dabei die Sorge, dass durch überzogene Regulierungen traditionelle und moderne Holzfeuerstätten in ihrer Existenz bedroht werden könnten. Zu Unrecht, wie Guido Eichel, GVOB-Vorstand und #ofenzukunfts-Beirat findet: „Wir haben moderne und gute Geräte, die hohen Anforderungen genügen. Grenzwerte sind wichtig für die Verlässlichkeit neuer Regelungen – aber Sie müssen realistisch und schaffbar sein.“ Auch der Staubabscheider kann dabei eine wichtige Rolle spielen, wie CEA-Vorstandsvorsitzender Bernd Weishaar bestätigte.

Zur Erinnerung: Anfang des Jahres hatte die EU-Kommission einen ersten Entwurf zur Novellierung der Richtlinie nach massiver Kritik – unter anderem aus der Ofenbranche und von europäischen Abgeordneten – zurückgezogen. Experten der Initiative #ofenzukunft sprachen in diesem Zusammenhang vom „faktischen Aus für den Ofen“.

Dr. Johannes Gerstner, Politikberater der Initiative, hob bei den Gesprächen insbesondere die strukturellen Schwächen des bisherigen Verfahrens hervor: „Nicht nur war der Entwurf technisch unausgereift, auch das formale Vorgehen war nicht inklusiv. Mehrere Interessenvertreter erhielten Einladungen zu Anhörungen zu spät oder gar nicht.“

In Brüssel stieß diese Kritik auf offenes Ohr. Dr. Angelika Winzig, Europaabgeordnete aus Österreich und Mitglied der EVP-Fraktion, zeigte Verständnis für die Sorgen der Branche und erklärte, sie werde die Entwicklung „genau beobachten und gegebenenfalls gegensteuern“. Auch Roman Haider, österreichischer Abgeordneter der Gruppe Patrioten für Europa, bezog klar Stellung: „Ein Ofenverbot durch die Hintertür wird es mit uns nicht geben. Das Parlament ist gefordert, die Macht der Kommission an dieser Stelle kritisch zu hinterfragen und einzugrenzen.“

Die drei Verbände EFA, CEA und GVOB kündigten an, ihren Dialog mit der europäischen Politik in den kommenden Wochen fortzusetzen. Ihr gemeinsames Ziel: eine realitätsnahe, technologieoffene Regulierung, die Nachhaltigkeit mit Versorgungssicherheit und Wahlfreiheit beim Heizen vereint.

Im Austausch mit EU-Politikerin Dr. Angelika Winzig: (von links) Bernd Weishaar (CEA), Andreas Schönfeld (EFA/GVOB), Dr. Angelika Winzig, Guido Eichel (GVOB/#ofenzukunft) und Johannes Gerstner (Berater)
Im Austausch mit EU-Politikerin Dr. Angelika Winzig: (von links) Bernd Weishaar (CEA), Andreas Schönfeld (EFA/GVOB), Dr. Angelika Winzig, Guido Eichel (GVOB/#ofenzukunft) und Johannes Gerstner (Berater)
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