Kaminöfen-Erlaubnis gilt auch für das KfW-Programm 300

. Die Erlaubnis, in klimafreundlichen Neubauten wieder Kaminöfen einzubauen, gilt auch für alle Bauherren, die künftig Kredite des Programms 300 (Wohneigentum für Familien, WEF) in Anspruch nehmen. Dies stellte jetzt die KfW auf Anfrage der Initiative #ofenzukunft klar.

Die Neuregelung gilt kurzfristig ab dem 01. Juni 2024, ergänzte die KfW-Bankengruppe. Die Kaminofen-Gestattung gilt jedoch nur für neue Kreditverträge sowie für laufende Projekte für die noch keine „Bestätigung nach Durchführung“ (BnD) eingereicht wurde. Für alle anderen, bereits laufenden Verträge der Programme 297, 298 und 300 gilt: Kaminöfen dürfen nicht nachgerüstet werden. „Das Nachrüstverbot macht für uns angesichts der Lockerung keinen Sinn“, kommentiert Robert Mülleneisen, Sprecher der Initiative #ofenzukunft die Entscheidung.

Feedback gab Anlass zur Umkehr

 

Der Impuls, das selbst gesetzte Kaminofenverbot zu kippen, kam von außen. Dazu KfW-Pressesprecherin Sybille Bauernfeind auf Anfrage der #oz-Redaktion: „Anlass war das Feedback aus dem Markt, welches die KfW seit Produktstart erhalten hat.“ Ob eine mangelnde Nachfrage, Beschwerden der Bauherren oder politische Interventionen wie die der Initiative #ofenzukunft den Ausschlag gaben, darüber lässt sich nur spekulieren. Details nannte sie nicht.

Kommunikation muss besser werden

 

In den FAQs des Programms 300 wurde die Erlaubnis handbeschickter, nicht in den Heizkreislauf eingebundener Kaminöfen bislang noch nicht aufgenommen – im Gegensatz zu den anderen Programmen 297 und 298. Auch in diversen Infoblättern steht noch das generelle Biomasseverbot ohne Ausnahme. Die KfW-Sprecherin sagte zu, dass alle relevanten Programmdokumente angepasst werden. Informiert habe man am 30. Mai schon die Energie-Effizienz-Experten. Für die Initiative Ofenzukunft reicht das nicht aus: „Im Markt – und vor allem bei den Bauherren – ist die Rücknahme des Kaminofen-Verbots noch nicht angekommen“, sagt Robert Mülleneisen, Sprecher der Initiative #ofenzukunft. In Sachen Kommunikation sei offensichtlich noch Nacharbeit nötig.

Fordert die KfW-Förderbank auf, intensiver über die Aufhebung des Kaminofen-Verbots zu informieren: Robert Mülleneisen, Sprecher der nationalen Initiative #ofenzukunft.de.
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