Betonte auf der Podiumsdiskussion „Politik Ofenzukunft“, dass Holz als Energieträger einen wichtigen Beitrag zur Pflege und Umbau der deutschen Wälder leiste: Martin Schwarz, Mitarbeiter Wald und Holz NRW, Zentrum für Wald und Holzwirtschaft.

ThemenTage OfenBau: Starkes Signal für Technologieoffenheit und Holz als Energieträger

Mit den ThemenTagen OfenBau hat die Branche am 18. und 19. September in Münster ein neues Forum geschaffen: Zwei Tage lang standen politische Debatten, Fachvorträge, Workshops und Networking im Mittelpunkt. Begleitet wurde das Programm von Besuchszeiten bei Herstellern und der Deutschen Meisterschaft der Ofenbauer-Auszubildenden, die als lebendiges Forum für Austausch und Vernetzung der etwa 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diente.

Ein erstes Highlight war am Donnerstagvormittag die Podiumsdiskussion „Politik Ofenzukunft“. Unter der Moderation von Robert Mülleneisen diskutierten Dr. Johannes R. Gerstner, Martin Schwarz, Jens Hilt und der CDU-Bürgermeisterkandidat Georg Lunemann über die politischen Rahmenbedingungen des Ofenbaus. Gerstner machte dabei deutlich, dass die Branche vor großen Herausforderungen steht. Neben der neuen Ecodesign-Verordnung und der 1. BImSchV kritisierte er insbesondere den fehlenden einheitlichen Vollzug in den 16 Bundesländern, der ordentliches Arbeiten erschwere und teilweise verhindere. Er forderte ein klares Bekenntnis der Bundesländer und weiterer Akteure wie der Schornsteinfegerschaft, um Innovationen nicht länger aufzuhalten und den Markt zu stabilisieren.

Zugleich machte er Mut, da viele Unternehmen technisch hervorragend aufgestellt seien und flexibel auf neue gesetzliche Anforderungen reagieren könnten, vor allem Qualitätshersteller und das Ofenbauerhandwerk. Ergänzend betonte Martin Schwarz, dass Holz als Energieträger in Deutschland einen wichtigen Beitrag für die notwendige Pflege und den Umbau unserer Wälder leiste. Gleiches gelte für die regionale und dezentrale Wärmeversorgung. Heizen mit Holz sei klimafreundlicher, wenn es aus regionaler und nachhaltiger Forstwirtschaft stamme. Georg Lunemann sprach sich für eine technologieoffene Energiepolitik aus und machte deutlich, dass der Bedarf an Holz im ländlichen Raum künftig höher sein werde als in Städten. Jens Hilt zeigte schließlich die aktuelle Entwicklung im Handwerk auf und verwies auf die massiv steigende Nachfrage nach hybriden Systemen, die den Ofenbau sowohl im Wohnzimmer als auch im Keller fest etabliert haben.

In der anschließenden Fragerunde diskutierte das Publikum mit den Podiumsgästen unter anderem über Versorgungssicherheit, die praktische Umsetzung neuer Vorschriften und die Rolle von Einzelraumfeuerstätten im Energiemix. Die ThemenTage OfenBau haben damit gezeigt, wie wichtig der offene Dialog zwischen Politik, Handwerk und Industrie ist – und dass die Initiative #ofenzukunft eine starke Stimme der Branche bleibt.

Betonte auf der Podiumsdiskussion „Politik Ofenzukunft“, dass Holz als Energieträger einen wichtigen Beitrag zur Pflege und Umbau der deutschen Wälder leiste: Martin Schwarz, Mitarbeiter Wald und Holz NRW, Zentrum für Wald und Holzwirtschaft.
Betonte auf der Podiumsdiskussion „Politik Ofenzukunft“, dass Holz als Energieträger einen wichtigen Beitrag zur Pflege und Umbau der deutschen Wälder leiste: Martin Schwarz, Mitarbeiter Wald und Holz NRW, Zentrum für Wald und Holzwirtschaft.
5 1 Abstimmung
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
Inline-Rückmeldungen
Alle Kommentare anzeigen
Suche

Aktuelles
Die neuesten Beiträge

Newsletter

Anmeldung Newsletter

Kommen Sie mit uns ins Gespräch

Weitere Beiträge

  • Zahlen
  • Wirtschaft
  • Innovationen
  • Positionen
  • Umwelt
Rund 18 Prozent der in Deutschland verbrauchten Wärme stammten 2024 aus regenerativen Energien. Der Anteil der Bioenergie daran liegt bei 81 Prozent, wobei biogene Festbrennstoffe – vor allem Holz – am stärksten zur erneuerbaren Wärmeerzeugung beitrugen. Grafik: FNR

Biomasse bleibt wichtigste erneuerbare Wärmequelle

23. Juli 2025

Bioenergie war mit einem Anteil von über 80 Prozent auch 2024 der Hauptlieferant erneuerbarer Wärme in Deutschland.

Treibhausgase: Deutschlands Bilanz 2024 ist durchwachsen

7. Januar 2025

Aufgrund neuer Rekorde bei Erneuerbaren und einem historischen Tief bei der Kohleverstromung gingen die Treibhausgasemissionen in Deutschland 2024 deutlich zurück.

Klimaschutz in Deutschland: Fortschritte und Herausforderungen

7. Januar 2025

Deutschland befindet sich auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045, doch es gibt bedeutende Defizite, die Fortschritte behindern.

Nach oben scrollen
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x