EU-Klimaziel bleibt ambitioniert – Umsetzung wird etwas flexibler

Die Umweltminister der EU-Länder wollen die Treibhausgasreduktion flexibler gestalten. Nach langen und zähen Verhandlungen bestätigten die Mitgliedstaaten das von der EU-Kommission vorgeschlagene 90-Prozent-Ziel für 2040. Allerdings soll ein Anteil von fünf Prozentpunkten der THG-Minderungen über internationale Zertifikate statt in Europa erreicht werden können. Zudem sollen CO₂-Entnahmen (z. B. durch Aufforstung oder technische Speicherverfahren) künftig stärker genutzt werden, um Restemissionen auszugleichen. Auch der Start des Emissionshandels für Gebäude und Verkehr (ETS 2) soll um ein Jahr auf 2028 verschoben werden. Außerdem beschlossen die Umweltminister das für die UN-Klimakonferenz COP30 in Brasilien wichtige Reduktionsziel für 2035: Das sogenannte NDC sieht eine Treibhausgasreduktion zwischen 66,25 bis 72,5 Prozent vor. Zuletzt wurde noch ein regelmäßiger Überprüfungsmechanismus vereinbart, mit dem alle zwei Jahre wirtschaftliche und soziale Auswirkungen betrachtet werden sollen.

Vor diesem Hintergrund verweist Dr. Johannes R. Gerstner von der Initiative #ofenzukunft auf einen Aspekt hin, der aktuell noch immer stark unterschätzt wird: „Angesichts der Klimaziele bleibt bewusstes Heizen entscheidend – und gerade der moderne Ofen kann als CO₂-freundliche Technologie heute schon überzeugend punkten.“

Die Umweltminister der EU-Mitgliedsländer sind der Kommission gefolgt, halten an einem ambitionierten Ziel bei der Treibhausgasreduktion fest, setzen aber auch eine flexiblere Umsetzung durch. Foto: Valerii Evlakow/adobe stock
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