Diskutierten auf der Fachmesse ISH in Frankfurt über die Perspektiven in der deutschen Energie- und Wärmepolitik: (von links) Moderator Andreas Lücke (Initiative Holzwärme), Alexander Schrom (Geschäftsführer Fröling), Beate Schmidt-Menig (Geschäftsführerin ÖkoFEN), Thomas Schnabel (HKI), Dr. Johannes R. Gerstner (Initiative #ofenzukunft) sowie Andreas Müller (Technischer Ge-schäftsführer ZVSHK). Foto: Torsten Klein für ZVSHK

Zukunft der Wärmepolitik: Ohne Biomasse keine nachhaltige Energiewende

Deutschland steht vor einer energiepolitischen Zeitenwende. Nach der Bundestagswahl und mit einer neuen EU-Kommission stellt sich die Frage: Wie kann eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung der Zukunft aussehen? Zum Auftakt der Fachmesse ISH in Frankfurt fand eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema „Wie geht’s nach der Bundestagswahl weiter: Perspektiven in der Energie- und Wärmepolitik“ statt. Zu den geladenen Experten gehörte auch Dr. Johannes R. Gerstner, Energiepolitikexperte der Initiative #ofenzukunft. Neben ihm diskutierten Beate Schmidt-Menig (Geschäftsführerin ÖkoFEN), Alexander Schrom (Geschäftsführer Fröling), Thomas Schnabel (HKI) und Andreas Müller (Technischer Geschäftsführer ZVSHK). Die Moderation übernahm Andreas Lücke von der Initiative Holzwärme.

Wichtige Rolle im Energiemix der Zukunft

Einigkeit bestand unter den Panel-Teilnehmenden darüber, dass Biomasse eine zentrale Rolle im zukünftigen Energiemix spielen muss. Dr. Gerstner betonte in seinem Beitrag die Bedeutung europäischer Vorgaben: „Nicht nur Berlin, sondern auch Brüssel gibt entscheidende Impulse für die Wärmewende. Eine langfristig tragfähige Energiepolitik muss technologieoffen sein und vorhandene Ressourcen effizient nutzen.“ Die Diskussion verdeutlichte, dass nur eine rationale und diversifizierte Strategie den Weg in eine nachhaltige Wärmeversorgung ebnen kann. Die Experten forderten daher eine sachliche, wissenschaftsbasierte Debatte und eine stärkere Berücksichtigung der Biomasse als unverzichtbaren Bestandteil der Energiewende.

Themenbereich begeisterte Besucher

Mit dem Sonderareal „Wood Energy“ setzt die ISH als Weltleitmesse für die Gebäudetechnik ein starkes Zeichen für die erneuerbare Energie Holz. Diese stellt über zwei Drittel der erneuerbaren Energien im Gebäudebereich und trägt mit sechs Prozent zum gesamten deutschen Endenergieverbrauch bei. Rund 90 Prozent der Holzenergie stammt aus nachhaltig bewirtschafteten deutschen Wäldern und trägt somit zur regionalen Wertschöpfung bei. Im Zentrum des Sonderareals boten die Speakers’ Corner sowie eine Lounge Raum für den direkten fachlichen Austausch. Ein attraktives Programm mit Talkrunden, Impulsvorträgen und Präsentationen beleuchtete die aktuelle politische Lage in Deutschland und Europa sowie relevante regulatorische Entwicklungen wie das Gebäudeenergiegesetz (GEG), RED III, Ecodesign und die Förderkulisse.

Diskutierten auf der Fachmesse ISH in Frankfurt über die Perspektiven in der deutschen Energie- und Wärmepolitik: (von links) Moderator Andreas Lücke (Initiative Holzwärme), Alexander Schrom (Geschäftsführer Fröling), Beate Schmidt-Menig (Geschäftsführerin ÖkoFEN), Thomas Schnabel (HKI), Dr. Johannes R. Gerstner (Initiative #ofenzukunft) sowie Andreas Müller (Technischer Ge-schäftsführer ZVSHK). Foto: Torsten Klein für ZVSHK
Diskutierten auf der Fachmesse ISH in Frankfurt über die Perspektiven in der deutschen Energie- und Wärmepolitik: (von links) Moderator Andreas Lücke (Initiative Holzwärme), Alexander Schrom (Geschäftsführer Fröling), Beate Schmidt-Menig (Geschäftsführerin ÖkoFEN), Thomas Schnabel (HKI), Dr. Johannes R. Gerstner (Initiative #ofenzukunft) sowie Andreas Müller (Technischer Geschäftsführer ZVSHK). Foto: Torsten Klein für ZVSHK
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