Bioenergie, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung: Aussagen des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten sind auch für die dezentrale Holzfeuerung von Bedeutung.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat sich in einem Schreiben an Bundeskanzler Friedrich Merz für einen Kurs ausgesprochen, der mehrere zentrale Argumente der Holzenergie aufgreift. Besonders deutlich wird der CDU-Politiker bei drei Punkten: Bioenergie, Versorgungssicherheit sowie Wertschöpfung und Beschäftigung im ländlichen Raum.
Günther hebt Bioenergie ausdrücklich als steuerbare und systemdienliche Form der Energieversorgung hervor. Sie könne einen wichtigen Beitrag leisten, wenn Wind und Sonne nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Zugleich betont er ihre Bedeutung für die Versorgungssicherheit. Damit beschreibt der Ministerpräsident Eigenschaften, die auch für die dezentrale Holzfeuerung wichtig sind: Holz ist speicherbar, regional verfügbar und kann Wärme unabhängig von der aktuellen Stromerzeugung bereitstellen.
Auch die regionale Wertschöpfung spielt in Günthers Argumentation eine wichtige Rolle. Bioenergie sichere Beschäftigung und wirtschaftliche Aktivität im ländlichen Raum. Für die Kamin- und Kachelofenbranche ist dieser Aspekt besonders relevant. Von der Forstwirtschaft über Brennstoffhandel und Handwerk bis zu Ofenbauern, Schornsteinfegern und mittelständischen Herstellern sind zahlreiche Unternehmen und Arbeitsplätze mit der Nutzung von Holzenergie verbunden.
Günther warnt außerdem vor zu viel Regulierung im Energiebereich. Neue Vorgaben sollten Investitionen nicht unnötig erschweren und erneuerbare Energien nicht ausbremsen. Auch dieser Gedanke ist für die Holzfeuerung wichtig. Technische Anforderungen müssen selbstverständlich dem Emissionsschutz dienen. Sie sollten aber zugleich praktikabel, verhältnismäßig und für Hersteller, Handwerk und Verbraucher umsetzbar bleiben.
Der Brief richtet sich zwar nicht ausdrücklich an die Kamin- und Kachelofenbranche. Die von Günther genannten Punkte treffen aber zentrale Argumente der Branche: Bioenergie ist regional verfügbar, speicherbar, stärkt die Versorgungssicherheit und schafft Wertschöpfung vor Ort. Damit liefert der CDU-Ministerpräsident wichtige Argumente für die weitere Rolle moderner Holzfeuerstätten im Wärmemix der Zukunft.
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