Auf der linken Seite ein Wald mit einem Holzstoß davor. Auf der rechten Seite ein Holzofen.

Holzöfen bleiben Teil nachhaltiger Holznutzung

FNR warnt vor einseitigem Nutzungsverzicht im Wald – #ofenzukunft verweist auf die Rolle moderner Feuerstätten in der Nutzungskaskade

Holzöfen können auch künftig ihren Platz in einer nachhaltigen Nutzung des heimischen Rohstoffs Holz haben. Dafür liefert eine aktuelle Veröffentlichung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) zur Klimaschutzleistung des Waldes wichtige Argumente. Die FNR macht darin deutlich, dass Klimaschutz im Wald nicht mit möglichst hohen Holzvorräten und einem weitgehenden Nutzungsverzicht gleichgesetzt werden kann.

Nach Einschätzung der FNR greifen Klimaschutzstrategien zu kurz, die ausschließlich auf einen weiteren Vorratsaufbau im Wald oder auf Nutzungsverzicht setzen. Entscheidend sei vielmehr, die Wälder langfristig zu erhalten, an den Klimawandel anzupassen und nachhaltig zu bewirtschaften. Dazu gehören klimaresiliente Mischwälder, Waldumbau und standortgerechte Baumarten. Zugleich weist die FNR darauf hin, dass jüngere, stärker wachsende Bestände häufig mehr zusätzlichen Kohlenstoff aufnehmen als alte Wälder, die bereits große Kohlenstoffvorräte speichern.

Für die Ofenbranche ist diese Einordnung relevant, weil nachhaltige Waldbewirtschaftung mit der Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs verbunden ist. Die FNR vertritt auch das Prinzip einer möglichst effizienten Kaskadennutzung: Hochwertiges Holz sollte möglichst lange stofflich genutzt werden. Holzsortimente, die sich dafür nicht oder nicht mehr eignen, können energetisch verwertet werden. Scheitholz gehört dabei zu den klassischen Brennstoffen für Einzelraumfeuerstätten.

„Die aktuelle Einordnung der FNR ist für die Debatte um Holzöfen relevant, weil sie zeigt, dass Waldschutz und Holznutzung nicht pauschal gegeneinander gestellt werden sollten“, sagt Robert Mühleneisen, Sprecher der Initiative #ofenzukunft. „Ein klimaresilienter Wald muss gepflegt und nachhaltig bewirtschaftet werden. Dabei fallen auch Holzsortimente an, die nicht hochwertig stofflich genutzt werden können. Sie in modernen, emissionsarmen Feuerstätten zur Wärmeerzeugung einzusetzen, ist Teil einer sinnvollen Nutzungskaskade.“

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